1. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte aktualisiere.

Bund legt neue Startup-Strategie vor: 152 Maßnahmen für mehr Wachstum

Die Bundesregierung hat ihre neue Startup- und Scaleup-Strategie veröffentlicht – die Fortschreibung der Strategie aus dem Jahr 2022. Herausgekommen ist ein umfangreiches Paket: 152 Maßnahmen, verteilt auf acht Handlungsfelder, entwickelt in einem Beteiligungsprozess mit rund 300 Stellungnahmen aus einer Onlinekonsultation und zehn Stakeholder-Workshops mit knapp 200 Teilnehmenden.

Finanzierung als zentrales Handlungsfeld

Eines der acht Handlungsfelder der Strategie: der Zugang zu Kapital. Das deckt sich mit dem, was der aktuelle  Niedersächsische Startup Monitor 2026  zeigt: Niedersachsen verzeichnet mit 167 Neugründungen 2025 das stärkste Gründungsjahr seit über einem Jahrzehnt, gleichzeitig sind Finanzierungsrunden – bundesweit wie im Land – zuletzt zurückgegangen, besonders in der Frühphase. Die Kapitalverfügbarkeit weiter zu steigern, bleibt also sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene eine der zentralen Aufgaben für die kommenden Jahre.

Genau hier setzt die neue Strategie an. Der Deutschlandfonds wird mit zusätzlichen Mitteln für DeepTech, BioTech und DefenceTech ausgestattet, der Wachstumsfonds II soll über die KfW Capital weiteres institutionelles Kapital mobilisieren, und der High-Tech Gründerfonds wird mit einer neuen Fondsgeneration (HTGF V) ausgebaut. Mit der WIN-Initiative sollen private Investitionszusagen für Wagniskapital auf 25 Milliarden Euro mehr als verdoppelt werden. Auch die Öffnung von Wagniskapital für die private Altersvorsorge ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um mehr privates Kapital für den deutschen VC-Markt zu mobilisieren.

Ein weiteres Instrument aus der Strategie: Venture Clienting. Dabei werden etablierte Unternehmen zu zahlenden Kunden von Startup-Lösungen, statt in sie zu investieren – ein Modell, das gerade für Niedersachsen mit seiner starken Mittelstands- und Industriebasis interessant sein dürfte. Der Bund will Venture-Clienting-Kooperationen über die de:hub-Initiative gezielt stärker fördern.

Das sind zunächst Vorhaben – jetzt kommt es auf die konkrete Umsetzung an. Wir sind gespannt, was davon in Niedersachsen ankommt, und halten euch auf dem Laufenden.

Acht Handlungsfelder, zwei neue Schwerpunkte

Neben Finanzierung deckt die Strategie Bildung/Ausgründungen und Transfer, Sicherheit und Verteidigung, Bürokratierückbau, Vergabe und Wettbewerb, Fachkräfte, Kooperationen sowie Internationalisierung und Vernetzung ab. Neu gegenüber 2022 sind zwei Akzente: Die Wachstums- und Skalierungsphase rückt stärker in den Mittelpunkt, und erstmals wird der Bereich Sicherheit und Verteidigung systematisch mitgedacht – Unternehmen aus diesem Segment erhalten künftig gleichberechtigten Zugang zu den Förderinstrumenten.

Besonders im Handlungsfeld Bildung, Ausgründungen und Transfer gibt es Anknüpfungspunkte zur niedersächsischen Ökosystemarbeit: Entrepreneurship Education an Hochschulen, die Weiterentwicklung des exist-Förderprogramms, verbesserter IP-Transfer und der Ausbau von Reallaboren sind Themen, an denen Transferstellen und Hightech-Inkubatoren im Land längst arbeiten. Auch die geplanten Austausch- und Vernetzungsformate zwischen Bund und Ländern bieten eine Möglichkeit, Impulse aus Niedersachsen direkt in die Bundespolitik einzuspeisen.

Die vollständige Strategie mit allen 152 Maßnahmen ist beim  Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)  abrufbar.

The post  Bund legt neue Startup-Strategie vor: 152 Maßnahmen für mehr Wachstum  appeared first on  Niedersachsen.next Startup .

Niedersachsen.next Startup | Niedersachsen.next GmbH

innomatch Admin

Kommentare