TrackTor - Emissionszuordnung via Smartphone

CO2-Bilanz · Datenerfassung · Arbeitsprozessanalyse



Inhaltsblöcke

Herausforderung

In der Landwirtschaft gewinnt der CO₂-Fußabdruck als Indikator für ökologische Risiken im Rahmen von ESG-Bewertungen an Bedeutung. Banken müssen diese Risiken bei der Kreditvergabe berücksichtigen. Viele Betriebe verfügen jedoch nur über begrenztes Wissen zu ihren Emissionsquellen. Bestehende Methoden erlauben keine präzise Zuordnung zu einzelnen Prozessen. Die automatisierte Erfassung ist stark von ISOBUS-fähiger Technik abhängig. Nicht ISOBUS-fähige Maschinen und Geräte sowie fehlende oder nicht auslesbare Maschinen-BUS-Systeme führen zu hohem technischem Aufwand, zusätzlichen Kosten und aufwendiger Nachbearbeitung. FMIS sind bislang nur begrenzt verbreitet, wodurch eine zeitnahe und lokal differenzierte Emissionserfassung erschwert ist.

Foto Header: Wolfgang Weiser (pexels)

Lösungsansatz

Das Projekt „TrackTor“ entwickelt ein kostengünstiges, niedrigschwelliges und breit einsetzbares System zur Emissionsmessung. Im Zentrum steht die Nutzung von Smartphones als mobile Sensorplattformen mit integrierten Sensoren wie GNSS und Inertialmesssystemen. Durch die Kombination von Bewegungsdaten mit a priori Wissen, Tabellenwerken und öffentlichen Datenquellen wie Wetterdaten sollen landwirtschaftliche Arbeitsprozesse automatisiert erkannt werden. Die Einsparung spezialisierter Messtechnik wird durch intelligente Software, Data-Science-Methoden und KI-basierte Mustererkennung kompensiert. Ziel ist die automatisierte Zuordnung von Emissionsmengen und Kosten zu Arbeitsprozessen. Die Lösung ist kompatibel mit einfachen und älteren Maschinen, erfordert kaum zusätzliche Hardware und ist praxisnah gestaltet, um Akzeptanz und Datenqualität zu fördern.

Foto: Anchukk (pexels)

Das Projekt im Überblick

TrackTor

Hof Fleming Dr. Kathrin Müller Projektkoordination kathrin.mueller@hof-fleming.de